Immobilienwirtschaft / Hausverwaltung

Wertermittlungsrichtlinien

Die Wertermittlungsrichtlinien (WertR 2006) ergänzen die Aussagen in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV), die seit 1. Juli 2010 in Kraft ist und die vorherige Wertermittlungsverordnung vom 06.12.1988 ablöste. Sie bildet die Grundlage für die Bestimmung von Verkehrswerten für Grundstücke einschließlich evtl. bebauter Gebäude mit Normalherstellungskosten.
Die Wertermittlungsrichtlinien liefern die Basis für die Wertermittlung durch die Gutachterausschüsse. Sie enthalten auch Grundsätze zur Ermittlung der Enteignungsentschädigungen. Erfolgt ihre Anordnung, dann sind die Wertermittlungsrichtlinien anzuwenden.
Die Wertermittlungsrichtlinien umfassen weiterhin Anwendungsbeispiele für die Wertermittlung und detaillierte Berechnungsmethoden. Die Wertermittlungsrichtlinien sind nicht verbindlich, stellen andererseits aber eine wesentliche Grundlage dar, besonders für amtliche geforderte Wertermittlungen. Sie gelten als Sammlung amtlicher Texte.
In den Anlagen werden beispielsweise auch Aussagen getroffen zu
  • Tabellen zu Vervielfältigern,
  • Nutzungsdauern verschiedener Gebäudearten,
  • Schema zur Ermittlung der Bruttogrundfläche (BGF),
  • Abschreibungsdivisoren,
  • Verschiedene Berechnungshinweise, z. B. beim Erbbaurecht u. a.
22.06.2016
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