Immobilienwirtschaft / Hausverwaltung

Ertragswertverfahren

Das Ertragswertverfahren ist eine Methode zur Bestimmung des Verkehrswertes von bebauten und unbebauten Grundstücken. Grundlage bilden
  • die §§ 17 bis 20 in der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV vom 19.05.2010, in Kraft seit 01.07.2010 als Ersatz der Wertermittlungsverordnung vom 06.12.1988),
  • die §§ 78 bis 82 des Bewertungsgesetzes (BewG vom 01.02.1991, zuletzt geändert vom 14.12.2010) sowie
  • die Wertermittlungsrichtlinien (WertR 2002).
Beim Ertragswertverfahren ist der Wert der baulichen Anlagen, insbesondere von Gebäuden, getrennt von dem Bodenwert auf der Grundlage des Ertrags zu ermitteln. Vorzugsweise wird dieses Verfahren herangezogen, wenn der aus dem Bauobjekt zu erzielende Ertrag von Interesse ist. Grundlage sind dabei die nachhaltig zu erzielenden Erträge. Dies erfolgt durch Abzinsung der künftigen Erträge auf den Stichtag der Wertermittlung.
Bestimmungsfaktoren beim Ertragswertverfahren sind
Aus Grundlage dieser Faktoren und zu bestimmenden Ausgangswerte ist der Ertragswert zu berechnen. Der Ertragswert ist auch eine wichtige Größe im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Bauträgerkalkulation bei der Investition eines Bauobjektes.
Für die Ermittlung des Verkehrswertes kann neben dem Ertragswertverfahren nach der Wertermittlungsverordnung auch das Sachwertverfahren und ggf. das Vergleichswertverfahren herangezogen werden. Für Wohngebäude, vor allem Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude, Immobilien des Einzelhandels sowie gemischt genutzte Grundstücke wird meistens das Ertragswertverfahren vorgezogen und angewandt.
15.01.2016
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