Buchhaltung / Rechnungswesen

Baustoffpreis

Als Baustoffe gelten Einbaustoffe, die sowohl mengen- als auch wertmäßig in die Einzel- bzw. Teilleistung eingehen, wie z. B. Betonstahl, Mauerziegel, Putzmörtel usw.
Den Wertansätzen für die Baustoffkosten liegen durchschnittliche Einstandspreise zugrunde, in der Regel Einstandspreise frei Baustelle (oder frei Lager) ohne Umsatzsteuer. Die Transportkosten sind folglich eingeschlossen. Im Einzelnen setzt sich der Einstandspreis für die Baustoffe nach folgenden Komponenten zusammen:
Angebotspreis (Brutto-Einkaufspreis)
- Rabatt
+ Mindermengenzuschlag___________________________________
= Zieleinkaufspreis (Netto-Einkaufspreis)
+ Bezugskosten (Verpackung, Transport/Fracht, Versicherung usw.)
= Einstandspreis
- Skonto___________________________________________________
= Bareinstandspreis
Für Baustoffe ist es üblich, dass der Lieferer "frei Baustelle" bzw. "frei Lager" liefert. Folglich fallen die Bezugskosten beim Lieferer an. Sie beeinflussen, den Einstandspreis. Auf den Einstandspreis hat auch die Bestellmenge wesentlichen Einfluss.
Rabatte sind Preisnachlässe als Reduzierungen durch den Lieferanten, die in einem gewissen Zusammenhang zu einer Leistung der Empfänger stehen und somit eine Art Leistungsentgelt darstellen. Für geringe Bestell- und Liefermengen ist ein Mindermengenzuschlag meistens gerechtfertigt.
Die Gewährung eines Skontos ist eine Frage der Zahlungsbedingungen und nicht unmittelbar der Preisgestaltung. Skonto ist ein Abzug vom Einstandspreis, den das Bauunternehmen als Abnehmer dafür erhält, das es innerhalb der Skontofrist zahlt, d. h., er nutzt das volle Zahlungsziel nicht aus.
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