Baufinanzierung

Hypothek

Unter Hypothek wird die Belastung eines Grundstücks mit einer daraus zu zahlenden Geldsumme zur Sicherung einer Forderung verstanden (vgl. §§ 1113 ff BGB).
Die Hypothek kann in zweierlei Richtungen, dargestellt an zwei Beispielen, maßgebend sein.
Beispiel

Beispiel 1

Der Grundstückseigentümer belastet sein Grundstück mit einer Hypothek als Sicherheit für ein Darlehen, das er selbst aufgenommen hat. Der Hypothekengläubiger (Darlehensgeber) hat dann zwei Ansprüche:
  • einen dinglichen Anspruch aus der Hypothek und
  • einen persönlichen Anspruch aus dem Darlehen.
Der dingliche Anspruch ist auf Zahlung aus dem Grundstücke gerichtet, demgegenüber erstreckt sich der persönliche Anspruch auf das gesamte Vermögen des Schuldners.

Beispiel 2

Der Grundstückseigentümer belastet sein Grundstück mit einer Hypothek als Sicherheit für ein Darlehen, das ein Dritter aufgenommen hat. In diesem Fall hat der Hypothekengläubiger einen dinglichen Anspruch auf das Grundstück sowie einen persönlichen Anspruch auf den Darlehensnehmer, der nicht selbst Grundstückseigentümer ist.
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Hypothek"

DIN-Norm
Ausgabe 2016-09
Diese Norm legt die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen fest. Diese Bedingungen enthalten u. a. Angaben zur Art und zum Umfang der Leistungen, zur Haftung der Vertragsparteien, zu Vertragsstrafen, zu Mängelansprüchen ...
- DIN-Norm im Originaltext -

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