17.07.2025 | Bauprozess/Bauablauf

Angebotsübergabe: Persönlich statt nur digital

Angebote werden oft per E-Mail verschickt und dann vergessen – besonders, wenn der Kunde sich nicht meldet. Warum sich aktives Nachfassen lohnt und wie man im Gedächtnis bleibt, weiß Unternehmensberaterin Meike Seghorn.
Heute werden Angebote oft per E-Mail verschickt – und dann vergessen. Meldet der Kunde sich nicht, passiert häufig gar nichts. Dabei stecken viel Zeit und Mühe in einem Angebot, das mehr Aufmerksamkeit vom Kunden verdient.

Nachfassen per Telefon

Wenn ein Angebot per E-Mail versendet wird, sollte spätestens nach zwei Tagen ein kurzer Anruf folgen: Ist das Angebot angekommen? Wurde es bereits angeschaut? Gibt es offene Fragen? Nach weiteren zwei Wochen empfiehlt sich ein erneutes Nachhaken, um den aktuellen Stand zu erfragen.
Große Online-Shops machen es vor: Wer sich dort ein Produkt ansieht, erhält regelmäßig Erinnerungen oder passende Angebote – oft mit Erfolg. Ähnlich funktioniert es auch im Vertrieb: Bleiben Sie im Gedächtnis des Kunden und zeigen Sie, dass er individuell betreut wird und nicht nur einer von vielen ist.
Follow-ups nach dem Angebot zeigen Kunden individuelle Betreuung.
Follow-ups nach dem Angebot zeigen Kunden individuelle Betreuung. Bild: © f:data GmbH

Persönliche Übergabe schafft Vertrauen

Gerade bei Privatpersonen oder größeren Kunden lohnt es sich besonders, Zeit für eine persönliche Angebotsübergabe mit ausführlicher Besprechung einzuplanen. Wenn eine Ausstellung vorhanden ist, lassen sich dort konkrete Beispiele zeigen – der Kunde kann Materialien anfassen und erleben. So wird das Angebot buchstäblich greifbar und verständlich.
Qualitäts- und Preisunterschiede lassen sich anschaulich erklären, individuelle Fragen können direkt beantwortet werden. Diese persönliche Betreuung vermittelt Sicherheit und schafft Vertrauen – oft rückt dadurch der Preis in den Hintergrund.

Rechtliche Vorteile nutzen

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass das Widerrufsrecht bei „Haustürgeschäften“ umgangen wird, da der Kunde das Angebot im Geschäft persönlich erhält und dort unterschreibt.
Zwar erfordern solche Besprechungen einen höheren Zeitaufwand – doch dieser zahlt sich aus: Durch eine gesteigerte Abschlussquote reduziert sich die Anzahl der erforderlichen Angebote und damit auch der gesamte Arbeitsaufwand.

Der Expertin-Tipp

Expertin-Tipp
„Anfangs fühlt sich dieses Vorgehen seltsam an und die ersten Versuche sind auch nicht zwingend erfolgreich. Wer jedoch konsequent dranbleibt, sammelt schnell Erfahrung und verbessert seine Verkaufskompetenz. Seminare zu Verkauf und Kundenkommunikation können außerdem helfen, diese Fähigkeiten auszubauen. Durchhaltevermögen lohnt sich: Mit der Zeit führt die persönliche Betreuung zu besseren und lukrativeren Aufträgen.“
Herzlichen Dank an Meike Seghorn von der Gillhaus Unternehmensberatung in Varel für die fachliche Unterstützung bei diesem Artikel auf bauprofessor.de.
Meike Seghorn
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