Controlling / Qualitätsmanagement

Finanz-Controlling

Als wichtige Aufgabe des Finanz-Controlling gilt es, die Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sichern. Dazu ist es notwendig, die geplante Finanzlage ständig mit der tatsächlichen Finanzlage zu vergleichen, d. h. die Entwicklung der Liquidität zu verfolgen. Unter Umständen können und müssen kurzfristig, aber auch auf längere Sicht hin Maßnahmen eingeleitet werden, um die Liquidität entweder zu verbessern oder abzuschöpfen, wenn sich ein Mittelüberschuss abzeichnet. Dabei ist auch zu beachten, wie sich die Bauleistung entwickeln wird.
Als Faustregel gilt allgemein, dass eine Leistungssteigerung mindestens ein Fünftel bis zu einem Viertel an liquiden Mitteln von dieser Steigerung erfordert oder ähnlich bei einem Leistungsrückgang freisetzt.
Ist das Bauunternehmen zwar zahlungsfähig, aber nur in einem eingeschränkten Rahmen, so liegt Unterliquidität vor. Darauf könnte z. B. hindeuten, wenn das Unternehmen Lieferantenskonti nicht ausnutzen kann. Dann wäre anzustreben, die Liquidität durch geeignete Maßnahmen zu verbessern.
Andererseits kann das Bauunternehmen auch über mehr finanzielle Mittel verfügen als voraussichtlich benötigt werden. Es liegt dann Übersicherung bzw. Überliquidität vor, die wiederum durch geeignete Maßnahmen abzuschöpfen wäre.
An erster Stelle sollte die Skontoausnutzung stehen. Vereinnahmte Skonti stellen praktisch Gewinn dar. Eine optimale Liquidität entspricht einer ausreichenden Sicherheit, die jedoch infolge der Dynamik des Bauprozesses nur schwer zu erreichen ist.
Weiterhin ist im Rahmen des Finanz-Controlling die Finanzplanung durchzuführen und in Verbindung mit Gewinn- und Renditezielen die Kapitalstruktur des Unternehmens zu optimieren. Weiterhin sind die Dokumente des Jahresabschlusses kritisch zu beurteilen und auszuwerten, um daraus Ziele für die künftige Entwicklung des Unternehmens treffsicher ableiten zu können.
16.01.2016
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