Bauplanung

Konstruktions-Rauminhalt (KRI)

Definition des Konstruktions-Rauminhalts (KRI)

Der Konstruktions-Rauminhalt (KRI) ist nach Tz. 3.10 und 7.3 in der DIN 277 – Grundflächen und Rauminhalte im Hochbau (aktualisierte Ausgabe August 2021) der „Anteil des Brutto-Rauminhalts (BRI), der das Volumen der Baukonstruktionen des Bauwerks umfasst“.
Dem Konstruktions-Rauminhalt (KRI) werden auch Rauminhalte zugerechnet, die eingeschlossen sind:
  • zwischen Teilen der Baukonstruktionen (z. B. Rauminhalte über abgehängte Decken, innerhalb von Deckenböden und in mehrschaligen Fassaden) und
  • von Installations- und Aufzugsschächten mit einem lichten Querschnitt ≤ 1,0m².

Berechnung des KRI

Der Konstruktions-Rauminhalt ist aus den Abmessungen aller Baukonstruktionen, die den Netto-Rauminhalt (NRI) umschließen, zu bestimmen. Werden nicht die einzelnen Abmessungen der Baukonstruktionen herangezogen, lässt sich der KRI auch als Differenz aus dem Brutto-Rauminhalt und dem Netto-Rauminhalt berechnen.
Besteht ein Bauprojekt aus mehreren funktional, räumlich oder wirtschaftlich abgrenzbaren Bauwerken oder Bauabschnitten, so sind die Rauminhalte jeweils getrennt zu bestimmen.
Die Genauigkeit der Ermittlung der Rauminhalte wird sich nach dem Stand der Bauplanung (beispielsweise Entwurfs- oder Ausführungsplanung) und den dafür erarbeiteten jeweiligen Planungsunterlagen richten. Die herangezogenen Planungsunterlagen sind dafür anzugeben.

Weitere Details zum KRI in der DIN 277

Die DIN 277 kann mit detaillierten Aussagen einschließlich vorgenommener Änderungen in der aktualisierten Fassung in www.baunormenlexikon.de aufgerufen werden.
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