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Niedrigstenergie-Gebäude

Niedrigstenergie-Gebäude
Bild: © f:data GmbH
Das Niedrigstenergie-Gebäude ist ein spezieller Typ von Energiesparhäusern. Die Anforderungen an ein Niedrigstenergie-Gebäude werden durch die Europäische Gebäuderichtlinie aus den Jahr 2010 bestimmt. Darin wird angeführt, dass ein Niedrigstenergie-Gebäude eine sehr hohe, vorbestimmte Gesamtenergieeffizienz aufweisen muss, wobei der „fast bei Null liegende oder sehr geringe Energiebedarf zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen“ zu decken ist. Dies kann und sollte technisch aus erneuerbaren Ressourcen am jeweiligen Standort erreicht werden.
Zugleich wurde vorgegeben, dass ab 2021 alle neuen Gebäude sogenannte „Niedrigstenergie-Gebäude“ mit einer sehr hohen Gesamtenergieeffizienz sein müssen. Künftig ist ein Niedrigstenergie-Gebäude gewissermaßen der Mindeststandard. Ab Januar 2020 traten zahlreiche günstigere Konditionen zum Energieeffizienten Bauen (KfW-Förderung) und Energieeffizienten Sanieren (KfW-Förderung) mit höheren Tilgungs- und Investitionszuschüssen zur Förderung energetischer Gebäudesanierungen in Kraft.
Ein Niedrigstenergie-Gebäude entspricht nach den Effizienzhaus-Standards nach KfW im Grunde und nach den Anforderungen einem „KfW- Effizienzhaus 55“, abgeleitet:
  • nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) oder noch effizienteren Nachweisen sowie
  • nach dem spezifischen Jahresprimärenergiebedarf bis 40 kW/(m²·a) und der Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle bis 0,28 W/(m²·K) umfasst.
Die Anforderungen liegen damit noch unterhalb jener für ein Passivhaus.
Der Bau eines Niedrigstenergie-Gebäudes bedarf im Vorfeld der eingehenden Prüfung und Bauplanung, besonders in Verbindung mit den Investitionskosten. Transparenz und mehr Entscheidungssicherheit hierzu schafft das Online-Portal www.baupreislexikon.de. Im Modul "Bauelemente“ kann für die betreffende Bauweise unmittelbar der gewünschte Energiestandard ausgewählt werden. Preise lassen sich direkt für einzelne Elemente wie Außenwände, Dächer, Fenster u. a. ausweisen. Weiterhin kann über den Online-Dienst des Baupreislexikons auch die passende Konstruktion für konkrete Anforderungen und Werte nach der Energieeinsparverordnung angezeigt werden.
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