Bauplanung

Bedarfsplanung zum Bauprojekt

Für die Bedarfsplanung im Bauwesen ist als Norm die DIN 18205 - Bedarfsplanung im Bauwesen (Ausgabe November 2016) für alle Arten und Größen von Bauprojekten heranzuziehen. Gegenüber vorherigen Ausgaben wurden Begriffe aktualisiert, Prozessschritte neu aufgenommen und die Prüflisten in Checklisten umbenannt. Die Norm ist im Baunormenlexikon.de aufrufbar.
Das Ergebnis der Bedarfsplanung ist der Bedarfsplan. Er liefert als Arbeitsdokument die einzelnen "Projektziele und -rahmenbedingungen sowie Anforderungen der Beteiligten vollständig und prüfbar in schriftlicher Form". Die Darstellung kann in verschiedener Form erfolgen, beispielsweise mit Tabellen, Listen und Diagrammen, jeweils verständlich und lesbar. Eine spezielle Form ist der erstellte Bauablaufplan als Bauzeit- oder Bauzeitenplan.
In der DIN 18205 werden 4 Teilaufgaben im Abschnitt 4 als Prozessschritte für die Ermittlung der bauprojektspezifischen Inhalte aufgeführt:
  1. Projektkontext klären
  2. Projektziele festlegen
  3. Informationen erfassen und auswerten
  4. Bedarfsplan erstellen
Die Bedarfsplanung beginnt in der Regel zu Projektbeginn und sollte dann im Verlauf des Projekts überprüft und ggf. aktualisert werden.
Die Kosten für die Bedarfsplanung sind Bestandteil der Baunebenkosten im Rahmen der DIN 276 - Kosten im Bauwesen- für das Bauprojekt. Sie werden beispielsweise nach der DIN 276 in der 3-Steller-Kostenuntergruppe 712 im Rahmen der Baukostenermittlung innerhalb der Leistungsphase (LPH) 2 nach HOAI als Kostenschätzung nach DIN 276 sowie der Leistungsphase 3 als Kostenberechnung nach DIN 276 ausgewiesen.
Speziell werden damit abgegolten die:
  • Kosten für die Bedarfs-, Betriebs- und Organisationsplanung, beispielsweise zur betrieblichen Organisation, zur Arbeitsplatzgestaltung, zur Erstellung von Funktions- und Raumprogrammen,
  • Kosten für die betriebliche Ablaufplanung,
  • Kosten zur Organisation der Inbetriebnahme.
29.04.2019
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