Buchhaltung / Rechnungswesen

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten als Verpflichtungen gegenüber Dritten (in der Praxis meist nicht zum Termin bezahlte Rechnungen und nicht erfolgte Abführungen u. a.) werden unterteilt mindestens nach kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten. Von kurzfristigen Verbindlichkeiten wird allgemein gesprochen, wenn ihre Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt. Sie sind in der Bilanz des Bauunternehmens gesondert auszuweisen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen mit Bezug auf die Kontengruppen im Baukontenrahmen (BKR 2016) nach dem Abschlussprinzip im Baukontenrahmen folgende Positionen (in Klammern betreffende Konten):
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, beispielsweise aus dem Kauf von Stoffen wie Baustoffen, von Rechnungen für Mieten, fremde Transporte, aus Provisionen und Lizenzen(430)
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften (Bau-ARGEn)(43)
Wechselverbindlichkeiten(435)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen(440)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten(415)
sonstige Verbindlichkeiten, beispielsweise aus:
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Lohnsteuer und Kirchensteuer(472)
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Umsatzsteuer(480)
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• Steuern vom Einkommen und Ertrag(476)
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• sonstige Steuerverbindlichkeiten, z. B. Kfz-Steuer(4761)
Der wertmäßige Umfang der kurzfristigen Verbindlichkeiten wird als Bezugsgröße bei der Berechnung der Liquiditätsgrade – insbesondere bei der Berechnung der Liquidität 1. und 2. Grades – herangezogen.
08.07.2020
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