Buchhaltung / Rechnungswesen

EBIT

EBIT steht für "Earnings before Interest and Taxes", d. h. das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Es wird vorrangig als "operatives Ergebnis" vor dem Finanz- und Beteiligungsergebnis verstanden. Verzerrungen durch steuerliche Einflüsse bleiben außen vor. Da es im internationalen Vergleich oft herangezogen wird, spielt es mit zunehmender Größe des Bauunternehmens eine wichtige Rolle, insbesondere bei Aktiengesellschaften in der Bauwirtschaft.
Mit Bezug auf die Positionen nach dem Gesamtkostenverfahren einer Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) kann das EBIT folgendermaßen vereinfacht abgeleitet werden:
Pos. nach GuV bis 2015 Pos. nach GuV ab 2016
Jahresüberschuss(Pos. 20)(Pos. 17)
+ Zinsaufwand(Pos. 13)(Pos. 13)
- Zinsertrag(Pos. 11)(Pos. 11)
+ Steuerlast / - Steuerforderung(Pos. 18 + 19)(Pos. 14 + 16)
- außerordentliches Ergebnis(Pos. 17)
= EBIT
In der GuV entfällt für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2015 beginnen, mit Bezug auf § 275 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses. Anfallende außerordentliche Aufwendungen und Erträge sind künftig in der GuV mit unter den Positionen "sonstige betriebliche Aufwendungen" und "sonstige betriebliche Erträge" auszuweisen.
Nach der Höhe des EBIT kann auf den Erfolg des operativen Geschäfts geschlossen werden. Wird es dann noch zu anderen betrieblichen Kennzahlen wie Bauleistungen, Umsatz, Anzahl Beschäftigte u. a. ins Verhältnis gesetzt, dann ist es noch intensiver aussagefähig, vorrangig beispielsweise im Vergleich zwischen Bauunternehmen. Alle negativen Einflüsse, die sich evtl. hinsichtlich von Steuern für einen Vergleich darstellen können, werden ausgeschaltet. Dadurch ist auch ein internationaler Vergleich zwischen Bauunternehmen besser möglich, weil nationale Steuerflüsse außen vor bleiben.
Copyright bauprofessor.de Lexikon
Herausgeber: f:data GmbH Weimar und Dresden
Die Inhalte dieser Begriffserläuterung und der zugehörigen Beispiele sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetztes ist ohne Zustimmung der f:data GmbH unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Werk enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie der f:data GmbH. Sie übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.

Aktuelle Normen und Richtlinien zu "EBIT"

DIN-Norm
Ausgabe 2014-08
Diese Norm definiert Begriffe für Straßenbau- oder Industriebitumen verschiedener Sorten und für bitumenhaltige Bindemittel.Diese Norm wurde vom Technischen Komitee CEN/TC 336 "Bitumenhaltige Bindemittel" erarbeitet, dessen Sekretariat vom AFNOR (Fra...
- DIN-Norm im Originaltext -

Verwandte Fachbegriffe

EBITDA
Das EBITDA ist praktisch die um Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisationen (DA steht für "Depreciation and Amortisation") erweiterte Aussage des EBIT. Es hat Cash-flow-Charakter. Von Bedeutung ist es vorrangig bei Unternehmen mit einem sehr ho...
Debitoren
Wenn Kunden Waren und Leistungen auf Kredit kaufen, werden sie zu Schuldnern. Sie werden beim Lieferanten bzw. Leistenden mit den Verbindlichkeiten in der Buchführung auf einem Debitorenkonto gebucht....
Debitorenlaufzeit
Als Debitoren werden in der Buchführung die Kunden des Unternehmens bezeichnet, die Bauleistungen beziehen und bis zu deren Bezahlung als Schuldner gelten. Die in Rechnung gestellten Lieferungen und Leistungen stellen bis zur Bezahlung Forderungen da...
Zinsergebnis
Aus der statistischen Gegenüberstellung von Zinsaufwendungen und Zinserträgen stellt sich das Zinsergebnis dar. Zunächst bleibt anzugeben, dass Zinsen in zweierlei Form auftreten: einerseits als Zinsaufwendungen für gezahlte Zinsen für geliehenes Fr...
Zinsaufwendungen
Zinsaufwendungen resultieren aus gezahlten Zinsen für geliehenes Fremdkapital in einer bestimmten Laufzeit. Sie sind im betrieblichen Rechnungswesen gesondert auszuweisen, so speziell: bei Anwendung des Baukontenrahmens (BKR) in der Kontengruppe 76 ...
Zinsertrag
Der Zinsertrag resultiert aus vereinnahmten Zinsen für eine bestimmte Laufzeit aus einer Geldanlage. Er wird im betrieblichen Rechnungswesen ausgewiesen, so speziell bei Verwendung des Baukontenrahmens (BKR) in der Kontengruppe 56 der Kontenklasse 5 ...
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir Cookies. Einige dieser Cookies sind erforderlich für den reibungslosen Ablauf dieser Website, andere helfen uns, Inhalte auf Sie zugeschnitten anzubieten. Wenn Sie auf „ Ich akzeptiere“ klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Individuelle Cookie-Einstellungen Ich akzeptiere