Bauberichterstattung / Statistik

Umsatz

Der Umsatz eines Betriebes umfasst den:
  • baugewerblichen Umsatz und
  • sonstigen Umsatz (Umsatz aus sonstigen eigenen Erzeugnissen, aus handwerklichen Dienstleistungen, aus Handelsware sowie aus nichtindustriellen/nichthandwerklichen Leistungen).
Als Umsatz gelten die dem Finanzamt zu meldenden steuerbaren (steuerpflichtigen und steuerfreien) Beträge für Bauleistungen, und zwar ohne Umsatzsteuer. Einzubeziehen sind auch die erhaltenen Vorauszahlungen vor Ausführung, Abschlagszahlungen und etwa getrennt in Rechnung gestellte Kosten für Transport u. a. Abzusetzen sind die:
  • Preisnachlässe (Rabatte, Boni, Skonti),
  • Erträge, die nicht unmittelbar aus laufender Produktionstätigkeit resultieren wie Erlöse aus dem Verkauf von Gütern des Anlagevermögens,
  • Erzeugnisse und Leistungen, die für eigene Investitionen und Sachanlagen bestimmt sind bzw. selbst dafür hergestellt wurden.
Der auf Normal-ARGEn als Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) entfallende Umsatz ist in den Umsatz des Betriebes nicht mit einzubeziehen, da diese ihren Umsatz selbst ausweisen und auch in der Bauberichterstattung melden. Dabei ist es zunächt unerheblich, ob eine ARGE eigene, an die ARGE abgeordnete oder abgestellte Arbeitskräfte einsetzt.
Neben dem buchhalterischen Ausweis im betrieblichen Rechnungswesen ist der Umsatz monatlich im Formblatt " MBB - Monatsbericht Bauhauptgewerbe “ im Rahmen der Bauberichterstattung an das Statistische Landesamt zu melden. Diese Meldung ist auch von den Normal-ARGEn vorzunehmen. Dagegen erfolgt hierzu für die Los- bzw. Dach-ARGEn keine gesonderte Bauberichterstattung. Die Umsätze der Dach-ARGEn werden in den Umsätzen der beteiligten Gesellschafter-Unternehmen ausgewiesen.
Die Umsätze schwanken dem Umfang nach in den einzelnen Monaten des Jahres. Einfluss darauf nehmen saisonbedingte Umstände, resultierend insbesondere aus der jahreszeitlich unterschiedlichen Witterung. Im Winter herrschen bekanntlich schlechtere Wetterbedingungen für die Bauausführung, vor allem für den Tief- und Verkehrsbau. Die monatlichen Anteile des Umsatzes am Jahresumsatz charakterisieren den Verlauf der Bausaison. Im Bauhauptgewerbe sind die Anteile am geringsten in den Monaten Januar und Februar mit nur 4 bis 5 % sowie am höchsten in den Monaten Oktober und November mit ca. 9,5 bis 10,5 %.
02.06.2016
Copyright bauprofessor.de Lexikon
Herausgeber: f:data GmbH Weimar und Dresden
Die Inhalte dieser Begriffserläuterung und der zugehörigen Beispiele sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetztes ist ohne Zustimmung der f:data GmbH unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Werk enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie der f:data GmbH. Sie übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.

Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Umsatz"

DIN-Norm
Ausgabe 2016-09
Diese Norm legt die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen fest. Diese Bedingungen enthalten u. a. Angaben zur Art und zum Umfang der Leistungen, zur Haftung der Vertragsparteien, zu Vertragsstrafen, zu Mängelansprüchen ...
- DIN-Norm im Originaltext -

Verwandte Fachbegriffe

Umsatz aus Handelsware
Hierzu zählen Umsätze – ohne Umsatzsteuer – aus fremden Erzeugnissen, die im Unternehmen in der Regel unbearbeitet und ohne fertigungstechnische Verbindung mit eigenen Erzeugnissen weiter verkauft werden. ...
Umsatz je Arbeitsstunde
Als Umsatz gelten allgemein im Bauunternehmen die dem Finanzamt zu meldenden steuerbaren (steuerpflichtigen und steuerfreien) Beträge für Bauleistungen, und zwar ohne Umsatzsteuer. Einzubeziehen sind auch die erhaltenen Vorauszahlungen vor Ausführung...
Umsatz aus sonstigen eigenen Erzeugnissen
Zum Umsatz aus sonstigen eigenen Erzeugnissen rechnen beispielsweise Umsätze – ohne Umsatzsteuer – aus nichtbaugewerblichen eigenen Erzeugnissen wie Baustoffen, Betonwaren, Kies, Zimmereierzeugnisse u. a. aus handwerklichen Dienstleistungen wie Baug...
Wirtschaftlicher Umsatz (Bau)
Der wirtschaftliche Umsatz ist die Bezugsbasis für die Festlegung von Rohgewinn-Richtsätzen (Bau) als Anhaltspunkte für die Finanzverwaltungen zu dem Zweck, Umsatz und Gewinn für ein Geschäftsjahr von Gewerbetreibenden zu verproben und ggf. bei Fe...
Umsatz aus sonstigen nichtbaugewerblichen Tätigkeiten
Aus sonstigen nichtbaugewerblichen Tätigkeiten resultieren z. B. folgende Umsätze: Vermietung und Verpachtung von Baumaschinen und Geräten, betrieblichen Anlagen und Einrichtungen einschließlich Leasing,, Wohnungsvermietung, jedoch ohne Erlös...
Sonstiger Umsatz
Zum Umsatz eines Bauunternehmens zählt neben dem baugewerblichen Umsatz auch der Sonstige Umsatz. Er ist betrieblich nach verschiedenen Aspekten und Aussagen nachzuweisen: einerseits im Rahmen der Bauberichterstattung gegenüber den Landesämtern für ...
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir Cookies. Einige dieser Cookies sind erforderlich für den reibungslosen Ablauf dieser Website, andere helfen uns, Inhalte auf Sie zugeschnitten anzubieten. Wenn Sie auf „ Ich akzeptiere“ klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Individuelle Cookie-Einstellungen Ich akzeptiere