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Kennzahlenkalkulation

Die Kennzahlenkalkulation basiert auf gebündelten Erfahrungswerten. Sie ist relativ schnell und rationell möglich, wenn ausreichend begründete und praktisch relevante Preiskennzahlen vorliegen. Besonders wird diese Methode für die Aufstellung von Kostenschätzungen und Kostenberechnungen innerhalb der Bauplanung für die Leistungsphasen 2 und 3 nach HOAI angewendet. Mit Bezug auf diesen Zweck wird sie oft auch als Planerkalkulation bezeichnet.
Kalkuliert wird auf Grundlage von zusammengefassten Preis- und/oder Kostenkennwerten in € mit Bezug auf Rauminhalte und Flächen, beispielsweise je m³ Bruttorauminhalt, m² Bruttogrundfläche u. a. Dafür hat in den letzten Jahrzehnten besonders die Architektenkammer Baden-Württemberg mit den "BKI-Objektdaten" sowie "BKI-Baukosten für Gebäude, Bauelemente und Positionen" mit der Dokumentation vieler Objekte Aussagen geliefert.
Noch detailliertere Aussagen sind auf Grundlage der Bausoftware " nextbau " der Firma f:data GmbH zu erzielen, da sie beispielsweise eine Differenzierung der Kostenberechnung bis zur Tiefe der Leistungspositionen gestattet wie sie in späteren Phasen der Bauplanung annähernd einem Leistungsverzeichnis zugrunde liegt.
Eine weitere Qualifizierung ist mit einer modellbasierten Ausschreibung möglich, sinnvoll zugleich mit einer nachfolgenden Kalkulation. Die ist beispielsweise mit der Software DBD-KostenKalkül möglich.
04.07.2019
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