Porenbeton ist ein leichter, porenreicher Baustoff mit guter Wärmedämmung, der unter anderem für Innen- und Außenwände genutzt wird.
Was ist Porenbeton?
Porenbeton ist ein sehr leichter, hochporöser, sehr gut wärme- aber auch gut schalldämmender Baustoff, der auch unter der Bezeichnung „Gasbeton“ bekannt ist. Dieser Begriff ist veraltet, wird aber umgangssprachlich noch weiter gebraucht.
Trotz seines geringen Gewichts ist Porenbeton massiv und tragfähig. Da er mineralisch ist, bietet er einen sehr guten Brandschutz. Beim Rückbau lässt er sich recyceln – entweder als Granulat für Schüttungen oder als Rohstoff für die erneute Porenbetonproduktion.
Porenbetonsteine besitzen eine hohe Maßgenauigkeit und können daher im Dünnbettverfahren vermörtelt werden. Dieses Verfahren erzeugt sehr schmale Fugen, erhöht die Druckfestigkeit des Mauerwerks und reduziert Wärmebrücken. Eigenschaften von Porenbeton
Porenbeton besteht ausschließlich aus mineralischen Bestandteilen (Sand / Quarzsand, Kalk, Zement und Wasser) und hat unter anderem diese Materialeigenschaften:
Der Baustoff ist sehr leicht und dennoch fest genug, um auch tragende Wände zu erstellen.
Porenbeton bietet eine gute Wärmedämmung und speichert Wärme effektiv, was zu Energieeinsparungen beiträgt.
Er ist nicht brennbar und erfüllt die Baustoffklasse A1 (DIN EN 13501-1), was ihn auch für den Brandschutz geeignet macht. Zudem ist Porenbeton dampfdiffusionsoffen, feuchteregulierend und lässt sich einfach bearbeiten, was ihn vielseitig einsetzbar macht.
Nachteilig können diese Merkmale von Porenbeton sein:
Geringere Druckfestigkeit Porenbeton weist im Vergleich zu Mauerziegeln eine geringere Druckfestigkeit auf und ist daher für hoch belastete Bereiche oft nicht geeignet. Hohe Wasseraufnahme
Aufgrund seiner hohen Wasseraufnahme muss Porenbeton von außen geschützt werden. Während der Bauphase ist er witterungsempfindlich und darf nicht ungeschützt der Feuchtigkeit ausgesetzt werden.
Begrenzte Schallschutzwerte
Porenbeton weist begrenzte Schallschutzwerte auf; bei gleicher Wanddicke erreicht er nicht die Schalldämmung dichterer und massiverer Mauerwerksarten.
Empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung
Zudem ist er empfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung. Bei harten Schlägen oder Stoßbelastungen können Schäden entstehen, weshalb für Befestigungen spezielle Porenbetondübel erforderlich sind.

Porenbeton ist ein leichter, hochporöser und nicht brennbarer Baustoff.
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Anwendungsbereiche für Porenbeton
Porenbeton findet vielfältige Anwendung in verschiedenen Bereichen, darunter unter anderem:
Porenbeton-Elemente werden als Steine, Wandelemente, Stürze, U-Schalen, Wandtafeln sowie Dach- und Deckensysteme angeboten.
Sie kommen zum Einsatz in:
- Einfamilien- und Reihenhäusern,
- Mehrgeschossbauten oder
- Industriebauten.
Geschosshohe Wandtafeln dienen tragenden Wänden, Wandplatten nicht tragenden Wänden in Stahl-, Stahlbeton- oder Holzkonstruktionen. Dachplatten eignen sich für flache und leicht geneigte Dächer und wirken aussteifend. Brand- und Trennwände werden aufgrund der hohen Feuerwiderstandsdauer häufig aus Porenbeton ausgeführt. So werden Porenbeton-Bauelemente hergestellt
Die Bezeichnung Porenbeton geht auf die gleichmäßig im Material verteilten Gasbläschen zurück. Diese entstehen im Herstellungsprozess.
Porenbeton wird aus Kalk, Zement, Wasser und fein gemahlenem, quarzhaltigem Sand hergestellt. Die Stoffe werden gemischt. Es entsteht eine Suspension. Dieser wird in langen Wannen eine Aluminiumpaste bzw. ein Aluminiumpulver beigemengt. Dadurch bilden sich in der alkalischen Mischung bis zum Ende der Aussteifung Gasbläschen.
Nachdem die Mörtelmischung aufgeschäumt und ausgesteift ist, wird sie in die gewünschten Bauelemente zugeschnitten. Diese werden in Autoklaven bei Temperaturen von 180 bis 200 °C und einem Sattdampfdruck von 10 bis 12 bar gehärtet. Nach sechs bis zwölf Stunden sind die Porenbeton-Elemente fertig.
Um Zugkräfte aufnehmen zu können, werden Porenbetonbauteile mit einer Stahlbetonbewehrung hergestellt. Dabei besteht die Bewehrung meist aus Bewehrungskörben. Diese werden mit Lack überzogen, um sie vor Korrosion im alkalischen Milieu des Porenbetons zu bewahren.
DIN-Normen für Porenbeton
In der Normung werden verschiedene Porenbeton-Plansteine und -Elemente nach ihren Formaten und den Merkmalen unterschieden, wie:
- Wärmedämmfähigkeit,
- Tragfähigkeit und
- Druckfestigkeit.
Je nach Eigenschaften sind die Porenbetonsteine für verschiedene statische und bauphysikalische Anforderungen geeignet. Für bewehrte Porenbetonsteine gelten eigene DIN-Normen bezüglich Herstellung, Eigenschaften und Anwendung. Zu den relevanten DIN-Normen zählen unter anderem:
- DIN 4223-100: Anwendung von vorgefertigten bewehrten Bauteilen aus dampfgehärtetem Porenbeton – Teil 100: Eigenschaften und Anforderungen an Baustoffe und Bauteile.
- DIN 4166: Porenbeton-Bauplatten und Porenbeton-Planbauplatten.