Lohn / Tarif / Rente

SOKA-Gerüstbaugewerbe

Von den beiden Tarifvertragsparteien des Gerüstbaugewerbes (Bundesverband Gerüstbau e. V. und Industriegewerkschaft B.A.U.) wurde 1981 eine eigenständige Sozialkasse (SOKA) als überbetriebliche Einrichtung gegründet. Einbezogen sind auf Grundlage von Tarifverträgen:
  • alle Betriebe, die mit eigenem oder fremdem Material gewerblich Gerüste oder Sonderkonstruktionen der Rüsttechnik erstellen, einschließlich der zugehörigen Vor- und Nacharbeiten,
  • Betriebe, die Netze und Planen an Gerüsten anbringen,
  • Betriebe des Bühnen- und Tribünenbaus,
  • Betriebe, die als Subunternehmer mit fremdem Gerüstmaterial Gerüste aufstellen und abbauen.
Die Betriebe als Arbeitgeber führen monatlich Beiträge als Sozialkassenbeitrag an die SOKA ab. Die Beiträge betragen bundeseinheitlich:
  • 25,0 % für die gewerblichen Arbeitnehmer als Aufbringung der Mittel für Urlaubsgeld, Lohnausgleich, Überbrückungsgeld, Berufsausbildung, Insolvenzsicherung von Arbeitszeitkonten sowie für die Zusatzversorgung, wobei die Bruttolohnsumme als Bemessungsgrundlage gilt,
  • 11,00 € für jeden technischen und kaufmännischen Angestellten für jeden vollen Monat eines Beschäftigungsverhältnisses für die Zusatzversorgung.
Die Beiträge sind nicht mit denen für die Betriebe im Bauhauptgewerbe an die SOKA-Bau zu vergleichen und stehen in keiner direkten Beziehung zueinander.
Zur Abwicklung des Sozialkassenverfahrens für das Gerüstbaugewerbe können verschiedene elektronische Meldeverfahren herangezogen werden, in der Regel abhängig vom betrieblichen Abrechnungsverfahren für Lohn und Gehalt, der Abrechnung durch den Steuerberater oder vom Baurechenzentrum (BRZ).
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