Bauberichterstattung / Statistik

Berichtswesen auf der Baustelle

Das Berichtswesen auf der Baustelle dient zur Dokumentation aller maßgeblichen Vorgänge bei einem Bauvorhaben. Es kann sowohl internen als auch externen Charakter haben. Interne Berichte sind in der Regel nicht für den Auftraggeber (AG) bestimmt. Beim externen Berichtswesen handelt es sich allgemein um den Schriftwechsel mit dem Bauherrn und ggf. außerbetrieblichen Institutionen.
Folgende Berichte kommen am häufigsten zur Anwendung:
Berichtinterne Anwendungexterne Anwendung
Bautagebuchxx
Tages- und Wochenstundenberichtx-
Stundenlohnberichtexx
Maschinen- und Gerätestundenberichtx-
Lieferscheine, Versandscheinex-
Leistungsmeldungx-
Mengenermittlung/Aufmaßxx
Gesprächsnotizen, Protokollexx
Schadens- und Unfallmeldungenxx
Beweissicherung und Fotodokumentationxx
Schriftwechsel bei VOB-Erfordernisxx
Als wichtigstes Dokument innerhalb des Berichtswesen auf der Baustelle gilt die Führung des Bautagebuchs durch den verantwortlichen Bauleiter bzw. ggf. Polier. In der Regel wird das Bauunternehmen mit Bezug auf die vereinbarten Vertragsbedingungen zur Führung des Bautagebuches verpflichtet. Es soll den Stand und Fortschritt der Bauarbeiten sowie alle bemerkenswerten Ereignisse des Bauablaufs lückenlos festhalten, ohne dass die Eintragungen damit automatisch rechtliche Relevanz besitzen.
Im Wochenstundenbericht werden die geleisteten Arbeitsstunden der Gewerblichen erfasst. Sie bilden die Grundlage für die Lohnabrechnung. Der Tagesstundenbericht dient dem Soll-Ist-Vergleich zu den Arbeitsstunden und bei Abweichungen für die Nachkalkulation. Liefer- und Versandscheine sind für die Rechnungskontrolle und für evtl. erforderliche Kostenabgrenzungen am Monatsende von Wichtigkeit, wenn eine Baustellenabrechnung zu Kosten und Leistungen erfolgt.
Die Leistungsmeldung vermittelt einen Überblick über die im Monat hergestellte und abgerechnete Bauleistung auf der Baustelle und dient als Beleg für die Leistungsrechnung. Die Aufstellung erfolgt durch den Bauleiter.
Das Aufmaß zu den tatsächlich ausgeführten Leistungsmengen der einzelnen Leistungspositionen im Leistungsverzeichnis bildet die Grundlage für die Rechnungslegungen, beispielsweise für Abschlagsrechnungen.
Alle Berichte zusammen bilden baubegleitend die Bauakte, auch Bauleiterakte genannt. Nach Abschluss des Bauvorhabens wird sie archiviert, um später bei Bedarf die Bauausführung nachvollziehen zu können.
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