Baubetrieb/Bauunternehmen

Lieferscheine

Lieferscheine stellen Begleitpapiere dar. Sie enthalten in der Regel Angaben:
  • zum Empfänger und Lieferer,
  • zur Bezeichnung der gelieferten Stoffe bzw. Teile u. a. mit ggf. erforderlicher Klassifizierung,
  • zur gelieferten Menge mit Mengeneinheit,
  • zum Versandort und zur Baustelle oder dem Bauhof als Empfangsort sowie
  • zur Beschaffenheit der Lieferung.
Der Empfang der Ware auf Grundlage des Lieferscheins ist durch den Empfänger bzw. eines dafür Bevollmächtigten zu unterzeichnen. Danach kann der Lieferschein als Beweis bzw. Urkunde herangezogen werden.
Auf der Baustelle sind die zu den angelieferten Stoffen erhaltenen Lieferscheine vom verantwortlichen Bauleiter bzw. Polier möglichst unverzüglich der Geschäftsleitung zur weiteren Kontrolle zu übergeben, beispielsweise:
  • zum Vergleich mit den Lieferverträgen,
  • in Verbindung mit der sachlichen, rechnerischen und preislichen Rechnungsprüfung,
  • für das betriebliche Rechnungswesen zur Ableitung einer ggf. zum Monatsende vorzunehmenden Kostenabgrenzungen für bereits gelieferte Stoffe, zu denen aber noch kein Rechnungseingang vorliegt.
Rückwirkend ab 1. Januar 2017 wurde die Aufbewahrungsfrist von Lieferscheinen mit Bezug auf das Zweite Bürokratieentlastungsgesetz vom 30.6.2017 (in BGBl. I S. 2143) in § 147 Abs. 3 in der Abgabenordnung (AO) präzisiert. Danach endet die steuerliche Aufbewahrungsfrist (siehe Aufbewahrung von Unterlagen) bei empfangenen Lieferscheinen, die keine Buchungsbelege darstellen, mit dem Erhalt der Rechnung. Für abgesandte Lieferscheine, die keine Buchungsbelege sind, endet die Aufbewahrungsfrist mit dem Versand der Rechnung. Das gilt jedoch dann nicht, wenn die Lieferscheine als Buchungsbelege herangezogen werden. Sollte diesbezüglich in der Rechnung ein Verweis auf dem Lieferschein erfolgen, dann ist dieser als Teil der Rechnung anzusehen und damit als Buchungsbeleg 10 Jahre aufzubewahren.
22.08.2017
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