Baustelle

Tages- und Wochenstundenbericht

Tages- und Wochenstundenberichte sind Bestandteil des Berichtswesen auf der Baustelle : Sie dienen zur Dokumentation von maßgeblichen Vorgängen bei einem Bauvorhaben. Sie sind in der Regel nur intern erforderlich und nicht für den Auftraggeber (AG) bestimmt.
Im Tagesstundenbericht werden ausgewiesen:
  • die jeweils ausgeführten Tätigkeiten, in der Regel nach einer über die Arbeitsvorbereitung vorgegebenen Gliederung z. B. nach Ortszuweisungen oder nach einem betrieblichen Bauarbeitsschlüssel (BAS),
  • die Iststunden für die Ausführung der ausgeführten Tätigkeiten.
Für Baumaßnahmen im Straßen- und Brückenbau sehen die "Zusätzlichen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen im Straßen- und Brückenbau - ZVB/E-StB 2018 (im Anhang des HVA B-StB aufgeführt)" unter Tz. 103 vor, dass der Auftragnehmer Bautagesberichte zu führen und diese dem Auftraggeber täglich zu übergeben hat. Sie müssen alle Angaben enthalten, die für die Ausführung und Abrechnung des Auftrages von Bedeutung sind.
Die Aussagen der Tagesstundenberichte sind meistens detaillierter als bei dem Wochenstundenbericht, in dem eine Zusammenfassung erfolgt. Die Eintragungen erfolgen in der Regel durch den Polier, ggf. durch den Bauleiter im Bauunternehmen.
Mit Hilfe der Tages- und Wochenstundenberichte sollte geprüft und erkannt werden,
  • welche Leistungen evtl. auch erforderlich sind, die nicht ausgeschrieben waren und ggf. einen Nachtrag möglich machen,
  • wie sie Soll-Ist-Vergleichen zum Arbeitstundenzeitaufwand dienen können,
  • inwieweit für Nachkalkulationen Aussagen zu liefern sind.
13.03.2018
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