Abbruch / Abfall / Entsorgung / Recycling

Verwertung

Nach dem Abbruch sollen die anfallenden Bau- und Abbruchabfälle so weit wie möglich einer Wiederverwertung zugeführt werden, um - laut § 1 des "Gesetzes zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen" - die "… Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen".
Dabei werden grundsätzlich zwei Verwertungsarten unterschieden, die stoffliche (werkstoffliche und rohstoffliche) sowie die thermische/energetische Verwertung.
Die verschiedenen Abbruchabfälle werden zum einen in unterschiedlichen Verwertungsanlagen und mittels verschiedener Verfahren so aufbereitet, dass sie als Sekundärrohstoffe einem neuen Zweck wieder zugeführt werden können. Man spricht dann von stofflicher Verwertung. Diese Verwertungsart wird z. B. bei Ziegel, Altholz, Glas und Kunststoffen angewandt. Zum anderen gibt es die thermisch/energetische Verwertung, die gleichzeitig auch Entsorgung ist und z. B. bei Altholz sowie Kunststoffen praktiziert wird. Diese Abbruchstoffe werden in Verbrennungsanlagen in Wärme- oder elektrischen Strom umgewandelt.
Verwertungsanlagen für Steine, Ziegeln oder Beton aus Abbruch sind z. B. Brech- und Siebanlage, die neues Auffüllmaterial gewinnen und in mobiler Ausführung auch direkt vor Ort zum Einsatz kommen, sodass ein Transport und/oder eine zwischenzeitliche Deponierung/Lagerung entfallen. Diese Auffüllmaterialien werden z. B. als Frostschutzschichten, Schottertragschichten, Sicker- und Filterschichten oder zur Hinterfüllung von Baugruben sowie Leitungs- und Kanalgräben verwendet.
Beim Abbruch anfallende Bauteile aus Metall, wie z. B. Rohre, Draht, Boiler, Armaturen oder Spülbecken werden sortiert, wieder eingeschmolzen und als Rohstoff zur Produktion von neuen hochwertigen Produkten eingesetzt.
Auch bei anfallendem Glas wird so vorgegangen, nach der Sortierung erfolgt das Einschmelzen, um später neue Glasprodukte herzustellen.
Bei der Verwertung aus Abbruch gewonnener Kunststoffe, z. B. Schaumstoffplatten (wie z. B. XPS-Platten und EPS-Platten) oder Dichtungsfolien kann die stoffliche Verwertung zusätzlich in werkstoffliche und rohstoffliche Verwertung unterteilt werden. Die energetische Verwertung spielt als dritte Verwertungsmöglichkeit von Kunststoffen eine immer noch beachtliche Rolle. Nach Säuberung und Sortierung der Kunststoffe wird unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gesichtspunkte entschieden, welche Verwertung des Materials sinnvoll ist. Bei der rohstofflichen Verwertung werden aus Kunststoffen durch chemische Prozesse wieder Öle (Monomere) erzeugt, die erneut zur Herstellung von Kunststoffen (Polymeren) verwendet werden. Bei der werkstofflichen Verwertung werden sortenreine Kunststoffreste gemahlen und der verarbeitenden Industrie z. B. als Granulat wieder zugeführt. Ist die stoffliche Verwertung von Kunststoffen nicht rentabel oder auch ökologisch nicht sinnvoll, werden diese als Energieträger (Verbrennung, Befeuerung) zum Beispiel in der Stahlindustrie eingesetzt, um Erdöl zu sparen.
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Weitere Leistungen mit regionalen Baupreisen:
Baupreislexikon
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Aktuelle Normen und Richtlinien zu "Verwertung"

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Ausgabe 1998-05
Diese Norm enthält Anforderungen an die Verwertung von Bodenmaterial mit und ohne Vorbehandlung. Bodenmaterial im Sinne dieser Norm ist Bodenaushub oder Baggergut, welches in der Regel bei Bau-, Unterhaltungs- und Behandlungsmaßnahmen anfällt. Nicht ...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2014-07
Diese Norm gilt für Definitionen der wesentlichen Begriffe für die Bereiche Sammlung, Transport, Behandlung, Einleitung (und Wiederverwendung) von Abwasser, einschl. der Schlammbehandlung und Verwertung.Für diese Norm ist das Gremium NA 119-05-10 AA ...
- DIN-Norm im Originaltext -
DIN-Norm
Ausgabe 2010-09
Diese Norm gilt grundsätzlich für oberirdische Gebäude oder Gebäudeteile im Bereich der Industrie und des Gewerbes, die der Produktion (Herstellung, Behandlung, Verwertung, Verteilung) oder der Lagerung von Produkten oder Gütern dienen. Hierzu zählen...
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Durchbruch herstellen, Untergrundfläche senkrecht, in unbewehrten Beton, Normalbeton, ohne Bekleidungen und Beschichtungen, Einzelöffnung über 1000 bis 1500 cm2, Tiefe über 20 bis 25 cm, Hilfsschnitte werden nicht gesondert vergütet, Wichte des Abbru...
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Weitere Leistungsbeschreibungen:
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