Baubetrieb/Bauunternehmen

Handwerksmeister (Bau)

Für die Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks (beispielsweise Maurer- und Betonbauer, Dachdecker, Zimmerer u. a.) durch einen Inhaber des Handwerksbetriebs und zur damit erforderlichen Eintragung in die Handwerksrolle ist eine erfolgreich bestandene Meisterprüfung Voraussetzung.
Die grundsätzlichen Anforderungen hierzu werden in der Handwerksordnung (HwO)- Neubekanntmachung vom 24. 9.1998 und letzte Änderung vom 30.6.2017 im Teil 3, 1. Abschnitt (§§ 45 bis 51) bestimmt.
Die Meisterprüfung wird durch Meisterprüfungsausschüsse bei der Handwerkskammer abgenommen. Dabei ist festzustellen, ob der Prüfling befähigt ist, ein zulassungspflichtiges Handwerk meisterhaft auszuüben, selbstständig zu führen und Auszubildende (Lehrlinge) ordnungsgemäß auszubilden.
Für die Ausbildung zum Meister und die Prüfung können durch Rechtsverordnung Anforderungen bestimmt werden, beispielsweise mit der:
  • Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild und über die Prüfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterprüfung im Maurer- und Betonbauer-Handwerk (Maurer- und Betonbauermeisterverordnung - MaurerBetonbMstrV vom 30. August 2004 (BGBl. I S. 2307) und letzte Änderungen vom 17.11.20111).
Die Prüfung im zulassungspflichtigen Maurer- und Betonbauer-Handwerk umfasst folgende selbstständige Prüfungsteile mit Bezug auf die Verordnung über das Meisterprüfungsberufsbild:
Teil I: Prüfung der meisterhaften Verrichtung der wesentlichen Tätigkeiten
Teil II:Prüfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse
Teil III:Prüfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse
Teil IV:Prüfung der erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse.
In einem Unternehmen der Bauindustrie im Bauhauptgewerbe ist die Betriebsführung nicht von einer abgeschlossenen Meisterprüfung abhängig, da in der Regel beim Personal für die Bauleitung Ingenieurausbildungen und -abschlüsse vorliegen. In der Bauausführung kommt als aufsichtführendes Personal meistens der von der IHK geprüfte Polier oder Schachtmeister als Angestellter bzw. Gehaltsempfänger zum Einsatz.
02.11.2017
Copyright bauprofessor.de Lexikon
Herausgeber: f:data GmbH Weimar und Dresden
Die Inhalte dieser Begriffserläuterung und der zugehörigen Beispiele sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetztes ist ohne Zustimmung der f:data GmbH unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Werk enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie der f:data GmbH. Sie übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.

Verwandte Fachbegriffe

Zulassungspflichtige Handwerke (Bau)
Zulassungspflichtige Handwerke leiten sich aus der Anlage A zur Handwerksordnung (HwO- in der Neubekanntmachung vom 24. September 1998 in BGBI. I, S.3074 und letzte Änderungen vom 12. Dezember 2019 in BGBI. I, S. 2522, Art 2) ab. Nach § 1 Abs....
Vertretung der Bau-Vertragspartner
Vertragspartner für eine Baumaßnahme können natürliche Personen z. B. der Bau-Handwerksmeister oder Kapitalgesellschaften als juristische Personen sein, letztere vertreten durch die Geschäftsführer oder Mitglieder des Vorstands. Handelt sich um einen...
Handwerksrolle
In der Handwerksordnung (HwO)- Neubekanntmachung vom 24.9.1998 und letzte Änderungen vom 30.6.2017 - wird in den Anlagen A und B nach zulassungspflichtigen Handwerken und zulassungsfreien Handwerken sowie nach handwerksähnlichen Gewerben unterschiede...
Aufstiegsmöglichkeiten in der Bauwirtschaft
Einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland ist die Bauwirtschaft. Allein im Bauhauptgewerbe arbeiten mehr als 700.000 Beschäftigte. Hinzu kommen die Unternehmen im Baunebengewerbe und die Bauhandwerksbetriebe. Nach der Ausbildung zum Fa...
Berufsausbildung in der Bauwirtschaft
Grundlage für die Berufsausbildung im Baugewerbe sind die Bestimmungen: im Berufsbildungsgesetz (BBiG - Neufassung in Kraft seit 1. April 2005 und letzte Änderungen vom 29. März 2017 betreffend besonders die Führung von Berichtsheften als Ausbildungs...
Gehaltskosten im Baugewerbe
Die Gehaltskosten umfassen jene Kosten, die im Bauunternehmen insgesamt für die Angestellten anfallen und zwar sowohl für die technischen und kaufmännischen Angestellten als auch für die Poliere und Auszubildenden, die in der Geschäftsleitung, auf de...
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir Cookies. Einige dieser Cookies sind erforderlich für den reibungslosen Ablauf dieser Website, andere helfen uns, Inhalte auf Sie zugeschnitten anzubieten. Wenn Sie auf „ Ich akzeptiere“ klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Individuelle Cookie-Einstellungen Ich akzeptiere