Baubetrieb/Bauunternehmen

Aufbauorganisation in Bauunternehmen

Die Aufbauorganisation im Bauunternehmen verknüpft die einzelnen Stellen, Bereiche und Abteilungen und stellt diese hierarchisch in einem Organisationsmodell dar. Bauspezifische Aussagen trifft hierzu ein Organigramme als Beispiel für ein Bauunternehmen. Der Umfang der Aufbauorganisation hängt wesentlich vor der Unternehmensgröße ab. Mit zunehmender Größe eines Bauunternehmens werden die anfallenden Aufgaben allgemein in folgenden Funktionsbereichen realisiert:
  • Unternehmensleitung mit einem Technischen Bereich und einem Kaufmännischen Bereich,
  • Baubetriebe oder Niederlassungen oder Oberbauleitungsbereiche für die Baudurchführung,
  • Sonstige Bereiche wie Hilfsbetriebe (z. B. Werkstätten) und Nebenbetriebe wie betriebseigenes Betonwerk, Baustoffhandel u. a.
Grundlage für eine rationelle Aufbauorganisation ist die Zerlegung der betrieblichen Hauptaufgaben in zusammengehörende Teilaufgaben und weiterhin in Stellenaufgaben. In Bauunternehmen kann der Stellenaufbau unterschiedlich organisiert werden, beispielsweise orientiert nach dem:
  • Funktionsprinzip, z. B. in der Unternehmensleitung nach Technischem und Kaufmännischen Leiter und möglichen Stellen wie für Personalwesen, Rechnungswesen, Einkauf, Angebotswesen und Kalkulation sowie bei der Bauausfürung nach Oberbauleitungsbereichen,
  • Orts- bzw. Raumprinzip, z. B. mit Gliederung des größerer Bauunternehmen nach Niederlassungen, wobei innerhalb der Niederlasungen weiter nach dem Funktionsprinzip organisiert werden kann,
  • Leistungsspartenprinzip, z. B. mit Differenzierung der Leistungssparten wie Hochbau, Tiefbau, Verkahrsbau, Bausanierung, Abbruch und Rückbau u. a., ggf. mit weiterer Gliederung bzw. Verknüpfung nach dem Funktions- und Raumprinzip,
  • Bauobjekt- bzw. Bauauftragsprinzip, z. B. für die einzelnen Bauobjekte, Projekte und Aufträge,
  • Arbeitsmittelprinzip, z. B. als Gliederung der Gesamtaufgabe nach dem Einsatz wichtiger Baumaschinen und Geräte wie Straßenfertiger, Betonmischanlagen u. a.
In Bauunternehmen wird die Aufbauorganisation keinem reinen Prinzip folgen, sondern in vielfältiger Art und Weise miteinander verknüpft werden. Unterschiede wird es einerseits dabei auch zwischen Unternehmen des . Rohbaus und des Ausbaus sowie zwischen großen und mittelgroßen Bauunternehmen und zum anderen zwischen kleinen Bauunternehmen und Bauhandwerksbetrieben geben
Copyright bauprofessor.de Lexikon
Herausgeber: f:data GmbH Weimar und Dresden
Die Inhalte dieser Begriffserläuterung und der zugehörigen Beispiele sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetztes ist ohne Zustimmung der f:data GmbH unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Alle in diesem Werk enthaltenen Angaben, Ergebnisse usw. wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt. Sie erfolgen ohne jegliche Verpflichtung oder Garantie der f:data GmbH. Sie übernimmt deshalb keinerlei Verantwortung und Haftung für etwa vorhandene Unrichtigkeiten.
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürfen.

Verwandte Fachbegriffe

Kostenstellenplan im Bauunternehmen
Im Kostenstellenplan eines Bauunternehmens erfolgt die Gliederung und numerische Kennzeichnung der erforderlichen Kostenstellen betriebsindividuell in der Regel jeweils zu Beginn eines neuen Geschäftsjahres. Das ist kein Plan im finanziellen Sinne, s...
Ablauforganisation
Die Ablauforganisation sagt über den zeitlichen und räumlichen Ablauf der Leistungserbringung im Bauunternehmen aus. Sie ist wichtig für die Gestaltung der Arbeitsabläufe in der Aufbauorganisation. Im Bauunternehmen gelten als wesentliche Anwendungsb...
Leitungs- und Verwaltungskostenstellen
Die rationelle Organisation der betrieblichen Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) in einem Bauunternehmen setzt zunächst eine Gliederung nach Kostenstellen als Abrechnungseinheiten voraus. Dafür wird in der Regel zu Beginn des Geschäftsjahres ein Kos...
Liniensystem/-stelle
Das Liniensystem ist ein Instrument der Aufbauorganisation in einem Unternehmen. Grundlage bilden die Bereiche und Abteilungen als Linienstellen, die zueinander in einem Über- und Unterordnungsverhältnis stehen. Die übergeordnete Stelle ist weisungsb...
Organigramm
Ein Organigramm ist die Darstellung der Aufbauorganisation eines Bauunternehmens in Form eines Strukturplans. Die veranschaulicht ein Beispiel für eine Bau-GmbH.Zu den einzelnen Bereichen folgende Bemerkungen:Die Unternehmensleitung hat folgende Aufg...
Kostenstellen
Wird im Bauunternehmen nach dem "Ort der Kostenentstehung" gefragt, ist allgemein die Kostenstelle als ein eindeutig abgrenzbarer Teil des Unternehmens gemeint. Sie ist folglich eine Stelle, in der Kosten verursacht und gesammelt werden. Die Kostenst...
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, verwenden wir Cookies. Einige dieser Cookies sind erforderlich für den reibungslosen Ablauf dieser Website, andere helfen uns, Inhalte auf Sie zugeschnitten anzubieten. Wenn Sie auf „ Ich akzeptiere“ klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Individuelle Cookie-Einstellungen Ich akzeptiere