Abbruch / Abfall / Entsorgung / Recycling

Vermeidung von Bauabfällen

Sowohl das Bauunternehmen als Auftragnehmer als auch der Auftraggeber als Bauherr haben sich zu bemühen, bei der Durchführung einer Baumaßnahme Abfälle zu vermeiden. Verwiesen in Verbindung dazu auf die Anforderungen nach dem:
  • Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG, in BGBl. I 2012, S. 212 und seit 1. Juni 2012 in Kraft) und
  • "Leitfaden für Ausschreibung und Vergabe zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau-und Abbruchabfällen sowie Baustellenabfällen" im Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2017) im Anhang 8 zu Hochbaumaßnahmen bei öffentlichen Bauaufträgen.
Um Abfälle (Bau- und Abbruchabfälle und/oder Baustellenabfälle) zu vermeiden, können folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
  • Wiederverwendung von Bauteilen,
  • Kreislaufführung von Stoffen im Bauablauf, z. B. die Nutzung wiederverwendbarer Schalungen,
  • Verwendung abfall- und schadstoffarmer Produkte, z. B. gebäudetechnischer Anlagen am gleichen Ort oder an anderer Stelle,
  • Verwendung des Bodenaushubs durch planerische Maßnahmen, z. B. Wiederverwendung von Bodenaushub durch Verfüllen.
Eine Liste über weitere mögliche Maßnahmen enthält die "Checkliste Bauen (fast) ohne Abfall" in der Anlage 1 zum Anhang 8 im VHB-Bund (Ausgabe 2017), so beispielsweise durch:
  • Einflussnahme bei der Bauplanung der Vorhaben,
  • Planung des Einsatzes abfallarmer Konstruktionen und von Baustoffen,
  • Sanierungsplanung für Bauteilerhalt,
  • Anlage von recyclingbezogenen Bestandsplänen,
  • Mehrwegsysteme für Verpackungen nutzen,
  • überflüssige Verpackungen vermeiden und Rücknahmevereinbarungen treffen u. a.
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