Versicherung

Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung ist ein spezieller Zweig der Sozialversicherung. Sie ist gewissermaßen eine Schadensversicherung und bietet dem abhängig Beschäftigten Schutz gegen das Risiko der Arbeitslosigkeit. Der Schaden wird über das Arbeitslosengeld in einer vom Gesetzgeber bestimmten Dauer während der Arbeitslosigkeit teilweise abgedeckt. Das Sozialgesetzbuch (SGB) III regelt die Beitragssätze für die Arbeitslosenversicherung sowie ebenfalls die Leistungssätze für das Arbeitslosengeld.
Arbeitslosenversicherung ein Zweig der Sozialversicherung
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Der Beitragssatz (§ 341 Abs. 2 SGB III) beträgt seit 1. Januar 2020 = 2,4 % (vorher = 2,5 %). Nach § 346 SGB III ist der Beitrag je zur Hälfte vom Bauunternehmen als Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer zu tragen. Von noch beschäftigten Altersrentnern ist ab Erreichen der Regelaltersgrenze kein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung weder vom Rentner noch vom Arbeitgeber zu entrichten.
Die Beitragssätze zur Arbeitslosenversicherung gelten bis zu vorbestimmten Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung nach jährlicher Rechtsverordnung. Sie betragen für das Jahr 2021 in:
  • Deutschland-West = 85.200 € (2020 = 82.800 €) im Jahr und monatlich 7.100 € (2020 = 6.900 €),
  • Deutschland-Ost = 80.400 € (2020 = 77.400 €) im Jahr und monatlich 6.700 € (2020 = 6.450 €).
Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zählen zu den gesetzlichen Sozialkosten. Sie werden mit im Baupreis kalkuliert als Bestandteil der:
In den jährlichen Musterberechnungen der Bauverbände zur Bestimmung des Zuschlagsatzes für die Lohn- und Gehaltszusatzkosten wird die Arbeitslosenversicherung in der Position 2.2.1.2 ausgewiesen. Betriebsindividuelle Unterschiede sind eigentlich bei den gewerblichen Arbeitnehmern nicht anzunehmen, da deren Verdienst die Beitragsbemessungsgrenze kaum überschreiten wird.
Für die Angestellten einschließlich Poliere ist zunächst zu prüfen, wie hoch der Anteil an den gesamten Angestellten ist, deren monatliche Gehälter oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Das wird in den Bauunternehmen zwischen den Tarifgebieten Deutschland-West und -Ost sowie in den Unternehmen verschiedener Größen und Leistungssparten unterschiedlich sein. Ein betriebsindividueller Ansatz bliebe zu prüfen und in den Berechnungen anzusetzen. In den Musterberechnungen der Bauverbände für die Berechnung eines Zuschlagsatzes für die Gehaltszusatzkosten wurde der Anteil von Angestellten, deren Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, in Bauunternehmen Ostdeutschlands mit 0 % in Bauunternehmen Westdeutschlands mit 2,5 % für Angestellte sowie 0 % für Poliere angesetzt.
Für die Angestellten in Bauunternehmen in Westdeutschland wäre dann bei hälftigem Anteil ein Satz ab 2020 anzusetzen in Höhe von:
(2,40 % x 97,50 %)
(2 x 100 %)
=1,17 % für Angestellte
(2,40 % x 100 %)
(2 x 100 %)
=1,20 % für Poliere
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