Bauberichterstattung / Statistik

Kostenstruktur im Baugewerbe

Das Statistische Bundesamt trifft jährlich Aussagen zur Kostenstruktur der Unternehmen des Baugewerbes, und zwar auf Grundlage der jährlichen Kostenstrukturerhebung im Baugewerbe. Sie erfolgt als Ergänzungserhebung einmal jährlich für Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr tätigen Personen sowie als jährliche Erhebung im Ausbaugewerbe und für Bauträger in Betrieben mit 10 und mehr tätigen Personen. Die Aussagen werden weiterhin untersetzt durch Berechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB).
Bezugsgröße für die Aussagen zur Kostenstruktur ist der Bruttoproduktionswert im Baugewerbe, d. h. die Summe:
Die einzelnen Kostenanteile lassen sich aus den absoluten Beträgen jeweils auch als Anteil in % vom Bruttoproduktionswert ausweisen.
Vom Statistischen Bundesamt werden die Strukturaussagen jährlich aufbereitet und können unter www.destatis.de unter Fachserie 4, Reihe 5.3 eingesehen werden.
Ausgewiesen werden Anteile zu folgenden Kostenpositionen:
Aussagen sind neben einer Unterteilung des Baugewerbes nach Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe auch weiterhin möglich nach den einzelnen Leistungssparten des Bauhauptgewerbes, beispielsweise nach Hoch- und Tiefbau, Brücken- und Tunnelbau, Straßenbau sowie zur Erschließung von Grundstücken und Bauträger u. a.
Beispielsweise ist der Anteil in % am Bruttoproduktionswert für die Kostenpositionen nach Leistungssparten im Baugewerbe sehr unterschiedlich hoch. Dazu weisen die Aussagen nach Destatis vom 28. Juni 2019 auf Grundlage der Kostenstrukturerhebung für 2017 folgende Anteile in % vom Bruttoproduktionswert aus:
LeistungssparteMaterialverbrauch einschl. NachunternehmerleistungenPersonalkostensonstige Kosten
Baugewerbe ges.52,827,412,3
Bauhauptgewerbe55,525,513,2
Bau von Gebäuden64,521,59,5
Bau von Straßen53,125,815,5
Leistungstiefbau44,732,717,0
sonstiger Tiefbau50,428,517,4
Abbrucharbeiten39,626,120,8
Ausbaugewerbe47,032,711,0
Bauträger61,48,59,4
Die Summe der ausgewiesenen Kosten als gesamte Kostenbelastung ist vergleichbar mit der Kennzahl " Kostensatz " als Ausdruck der gesamten Kostenintensität. Der Restanteil bis 100 % entspricht dem anteiligen Ergebnis als Gewinn. Im Ausbaugewerbe war nach der Aussage die Kostenintensität geringer als im Bauhauptgewerbe.
31.07.2019
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