Lohnkosten

» Normen und Richtlinien
» Baunachrichten
» Begriffs-Erläuterungen

Lohnkosten

Die Lohnkosten enthalten alle Kosten, die sich für gewerbliche Arbeitnehmer bei der unmittelbaren Ausführung von Bauleistungen sowie auch als Hilfslöhne im Baugewerbe in betrieblichen Hilfs- und Nebenkostenstellen ergeben, ggf. unter Einbeziehung der Aufsichtskosten als Gehaltskosten für Poliere. Berechnen lassen sich die Lohnkosten als Produkt aus dem Arbeitszeitaufwand (als Mengenansatz in Stunden je Preiseinheit) und dem Mittellohn (A(P)SL als Wertansatz in Euro je Stunde bzw. Kalkulationslohn. Letzterer wird bei der Angebotskalkulation durch die Bieter in den ergänzenden Formblättern Preise 221 und 222 ( EFB-Preis) nach Vergabe- und Vertragshandbuch ( VHB-Bund, Ausgabe 2008, Stand: April 2016) in den Zeilen 1.1 bis 1.4 ausgewiesen.

Die Inhalte der Lohnkosten entsprechen in der Baubetriebsrechnung den Kontenaussagen der Kostenartengruppe 60 im Baukontenrahmen (BKR) oder Kostenartengruppen 411/3 im Musterkontenrahmen Baugewerbe (MKR). Beispielsweise werden innerhalb der Kostenartengruppe 60 im BKR in Unterkonten erfasst:

  • 600 Löhne der gewerblichen Arbeitnehmer
    • produktive Löhne und Hilfslöhne einschl. Ausbildungsvergütungen
    • übertarifliche Zulagen
    • Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
    • Erschwerniszuschläge
    • Arbeitgeberanteil für vermögenswirksame Leistungen
    • Anteil kalkulatorischer Unternehmerlohn für mitarbeitende Inhaber
  • 601 Soziallöhne
    • Feiertagslöhne, bezahlte Fehlzeiten, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Anteil eines 13. Monatseinkommens u. a.
  • 603 Lohnnebenkosten
    • Auslösungen, Fahrtkosten, Wochenendheimfahrten, Verpflegungszuschuss u. a.
  • 604 Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützungen
  • 605 sonstige Personalaufwendungen
    • pauschalisierte Lohnsteuer, geldwerte Vorteile

Die Lohnkosten können unterschiedlich in den Komplexkosten einbezogen bzw. ausgewiesen werden:

  • innerhalb der Einzelkosten der Teilleistungen (EKT):

    Dabei handelt es sich stets um Lohnkosten, die den einzelnen Teilleistungen für die Positionen im Leistungsverzeichnis (LV) direkt zugeordnet und im Einheitspreis ausgewiesen werden können.

  • innerhalb der Baustellengemeinkosten (BGK):

    Ein ausgewiesener Anteil umfasst lediglich Lohnkosten der gewerblichen Arbeitnehmer für Leistungen, die für die Baustelleneinrichtung (Transport, Aufbau und Beräumen) der Baustelle anfallen, wenn Leistungen dafür erforderlich sind und nicht in anderer Form kalkuliert oder abgegolten werden.

Kostenlose Downloads
Bitte beachten Sie, dass die Muster-Dokumente keine juristische Empfehlung darstellen und die Verwendung nach dem konkreten Sachverhalt eigenverantwortlich erfolgen muss. Vollständigkeit, sowie technische und inhaltliche Fehlerfreiheit werden nicht zugesichert.

Normen und Richtlinien zu Lohnkosten

VDI 6210 Blatt 1 [2016-02] Zu den Aufgaben des Abbruchunternehmers gehören die Plausibilitätsprüfung, die Kalkulation, die Arbeitsvorbereitung, die Durchführung, gegebenenfalls die Nachtragskalkulati...
VDI 6002 Blatt 1 [2014-03] Die Wirtschaftlichkeit von Trinkwassererwärmungsanlagen ist bei Investitionsentscheidungen ein entscheidendes Kriterium. Als Vergleichsgröße zur Bewertung werden üblicherwe...

Baunachrichten zu Lohnkosten

Lohnkosten und Stundenpreise - die Facetten der Löhne im Angebot -  Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Keine Baukalkulation ohne Finanzplan - 04.04.2014 Unterstützung bieten Musterfinanzpläne differenziert nach der Bauunternehmensgröße und den Leistungssparten - ausgestattet mit praktischen Erfahrungswerten...
04.04.2014 Unterstützung bieten Musterfinanzpläne differenziert nach der Bauunternehmensgröße und den Leistungssparten - ausgestattet mit praktischen Erfahrungswerten...
Baufachliche Vernetzung von kalkulatorischen Excel-Vorlagen in bauprofessor... -  Unsere Welt ist ständig in Bewegung. Auch wenn es ums Geld geht. Global und brisant sind es die Währungen infolge wechselnder Leistungskraft und Schulden von Staaten. Stabile Zustände fordern ein Gleichgewicht. Fortdauern wird kompensiert. Ein ständiger Prozess von Anpassungen. Aber wie geschieht es? Welche Gleichgewicht bildenden Variablen sind womit vernetzt?
Unsere Welt ist ständig in Bewegung. Auch wenn es ums Geld geht. Global und brisant sind es die Währungen infolge wechselnder Leistungskraft und Schulden von Staaten. Stabile Zustände fordern ein Gleichgewicht. Fortdauern wird kompensiert. Ein ständiger Prozess von Anpassungen. Aber wie geschieht es? Welche Gleichgewicht bildenden Variablen sind womit vernetzt?
Höhere Zuschlagssätze 2012 für die Lohn- und Gehaltszusatzkosten - 04.05.2012 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
04.05.2012 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
Zuschlagssätze 2011 für Lohn- und Gehaltszusatzkosten - 04.04.2011 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
04.04.2011 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
25.05.2011 Onlinedienst zum schlüssigen Berechnen und Ausfüllen, sowie zum schnellen und sicheren Prüfen der EFB-Preis Formblätter

Begriffs-Erläuterungen zu Lohnkosten

Beim Soll-lst-Kostenvergleich ist vor allem bereits während der Bauausführung von Interesse (z. B. monatlich mit der Baustellenabrechnung), ob und in welchem Umfang Kostenabweichungen vorliegen und K ...
Soll eine Lohngleitklausel vereinbart werden, ist vom Bieter ein Änderungssatz anzugeben. Er gibt an, um wie viel Tausendstel sich der Preis der Leistung (bzw. die Einheitspreise) für die anzubieten ...
Der Kalkulationslohn (KL) hat in jeder Kalkulation eine wichtige und zentrale Bedeutung. Er bestimmt wesentlich nicht nur den Umfang der Lohnkosten , sondern auch die Gemeinkostenverrechnung und schl ...
Allgemein sagt die Produktivität aus, wie viel hergestellte Güter bzw. Leistungen je Zeiteinheit produziert wurden. Wichtige Kennzahl im Bauunternehmen ist die Stundenproduktivität als Ausdruck der ...

Keine wichtigen Meldungen verpassen!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren