Lohnzusatzkosten

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Lohnzusatzkosten

Lohnzusatzkosten, auch als lohngebundene Kosten oder Sozialkosten (S) bezeichnet, sind ein bedeutender Anteil der Lohnkosten mit steigender Tendenz. Sie umfassen:

  • Lohnzusatzkosten aus gesetzlichen Regelungen und tariflichen Vereinbarungen, wie die Bezahlung von Ausfalltagen für Schlechtwetter, wegen Kurzarbeit, Krankheitstagen, Feiertagen, Urlaubstagen;
  • Lohnzusatzkosten aus Beiträgen (Arbeitgeberanteilen) für Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherungen: aus Umlagen für die Sozialkassen der Bauwirtschaft, Winterbauumlage, Insolvenzgeld, Schwerbehindertenausgleich, Arbeitsmedizinischer Dienst, Arbeitsschutz und Sicherheit, Beiträge zu Berufsverbänden;
  • Lohnzusatzkosten aus freiwilligen Verpflichtungen, z.B. zusätzliche Altersversorgung, Weihnachtsgeld, Zuwendungen für Betriebszugehörigkeit u.a.

Seit 01.01.2011 leiten sich die folgenden Werte ab:

  • in den neuen Bundesländern im Durchschnitt 76,14 % (Vorjahr 2010 = 75,19 %) sowie speziell für Sachsen 75,49 % (2010 = 74,54 %) und
  • in den alten Bundesländern im Durchschnitt 85,72 % (Vorjahr 2010 = 84,68 %).

Gegenüber dem Vorjahr liegt eine Erhöhung vor. Sie resultiert vor allem

  • aus der kalendarisch bedingten Erhöhung der Ausfalltage,
  • aus den Folgen der veränderten Rechengrößen der Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie
  • infolge der für 2011 ausgesetzten Erhebung der Insolvenzgeldumlage (U3- Umlage).

Mindestens zu Beginn eines Geschäftsjahres und ggf. jeweils bei lohntariflichen Veränderungen sollten die Prozentsätze überprüft und gemäß den Realitäten korrigiert werden. Als Grundlage für die Überprüfung kann das Berechnungsschema des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. herangezogen werden.

Nachfolgend kann das Schema für eine betriebsindividuelle Ermittlung aufgerufen werden und zwar für Berechnungen der Lohnzusatzkosten der gewerblichen Arbeitnehmer getrennt nach den Tarifbereichen Ost und West in Deutschland. Bei den betriebsindividuellen Berechnungen können die tatsächlichen Arbeitstage berücksichtigt werden. Weiterhin lassen sich auch Zuschlagsätze mit und ohne Umlage für ULAK (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse) an die Sozialkassen bestimmen.

Auf Grund der jeweiligen betrieblichen Bedingungen wird ein betriebsindividueller Zuschlagsatz keinesfalls so hoch wie der exemplarische Durchschnittssatz sein, in vielen Bauunternehmen liegt er um ca. 3-8 % niedriger. Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland sind begründet im unterschiedlich hohen tariflichen Lohnniveau und z.B. dem 13. Monatseinkommen und der Zusatzversorgung für Bauarbeiter in den alten Bundesländern.

Das Sozialkassenverfahren ist für alle Bauunternehmen verbindlich, für die der Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren (VTV) gültig ist. Dem Grunde nach sind das alle jene Bauunternehmen, für deren gewerbliche Arbeitnehmer auch der BRTV-Baugewerbe allgemeinverbindlich ist.

Nicht einbezogen sind jedoch eine Reihe von Baugewerken wie das Dachdecker-, Gerüstbau-, Glaser-, Maler-, Parkettleger-, Schreiner-, Klempner und Steinmetzhandwerk, weiterhin das Beton- und Terrazzowaren herstellende Gewerbe, die Nassbaggerei und Säurebauindustrie. In Unternehmen dieser Gewerbe fällt kein Beitrag für die ULAK an. Die Urlaubsentgelte werden direkt an die betreffenden Arbeitnehmer gezahlt und nicht über das Umlageverfahren.

Folglich sind auch die auf die Soziallöhne zu beziehenden Anteile geringer als in Unternehmen mit ULAK-Umlage. In den aufrufbaren Berechnungsformularen werden 2 Spalten ausgewiesen, und zwar für die Ermittlungen mit und ohne ULAK-Umlage. Damit können unterschiedliche Berechnungen betriebsindividuell erfolgen.

Die Zuschlagsätze für die Lohnzusatzkosten mit und ohne ULAK werden unterschiedlich hoch sein. Vergleichbar ist einzuschätzen, dass Zuschlagsätze ohne ULAK ca. 5 bis 8 % niedriger in Bauunternehmen in Ostdeutschland und 7 bis 12 % niedriger in Westdeutschland sein werden.

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Baunachrichten zu Lohnzusatzkosten

Zuschlagssätze 2011 für Lohn- und Gehaltszusatzkosten - 04.04.2011 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
04.04.2011 Bei der Angebotskalkulation werden für die Bestimmung des Kalkulationslohns auf den Mittellohn Lohnzusatzkosten aufgeschlagen, in der Regel mit einem vorher bestimmten Zuschlagsatz...
Lohnkosten und Stundenpreise - die Facetten der Löhne im Angebot -  Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
EFB-Preise leicht gemacht - 02.09.2011 Nicht oder verspätet vorgelegte Formblätter Preise (EFB-Preise) können zum Ausschluss des Angebots bzw. zur Nichtberücksichtigung nach VOB/A führen...
02.09.2011 Nicht oder verspätet vorgelegte Formblätter Preise (EFB-Preise) können zum Ausschluss des Angebots bzw. zur Nichtberücksichtigung nach VOB/A führen...
Auf ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010 - wir starten mit dem Baufachl... -  Die nachhaltigste Erfindung des letzten Jahrtausends war die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg im Jahre 1455. Die Reproduktion des Wissens vom Buch bis zur Zeitung veränderte gründlich die Menschheit. Und mit dem Millennium verursachte das noch sehr junge Internet die Spekulationsblase: „Neuer Markt“! Mittlerweile mag man sich die Welt ohne Internet kaum mehr vorstellen. Nicht allein wegen dem Fundus von Informationen. Sondern kraft seiner vielfältigen Vernetzung. Die an das Papier gefesselte Information kommt in Bewegung. Dank elektronischer Beweger. Die Informationen sollen nicht nur informieren, sondern Probleme lösen. Wirkungsvoll verknüpft mit den Geschäftsprozessen. Der Nutzen wird sofort erlebt. So informiert man sich z.B. privat über eine Flugverbindung und bucht direkt den Flug. Wann und wo auch immer. Genauso am Bau.
Die nachhaltigste Erfindung des letzten Jahrtausends war die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg im Jahre 1455. Die Reproduktion des Wissens vom Buch bis zur Zeitung veränderte gründlich die Menschheit. Und mit dem Millennium verursachte das noch sehr junge Internet die Spekulationsblase: „Neuer Markt“! Mittlerweile mag man sich die Welt ohne Internet kaum mehr vorstellen. Nicht allein wegen dem Fundus von Informationen. Sondern kraft seiner vielfältigen Vernetzung. Die an das Papier gefesselte Information kommt in Bewegung. Dank elektronischer Beweger. Die Informationen sollen nicht nur informieren, sondern Probleme lösen. Wirkungsvoll verknüpft mit den Geschäftsprozessen. Der Nutzen wird sofort erlebt. So informiert man sich z.B. privat über eine Flugverbindung und bucht direkt den Flug. Wann und wo auch immer. Genauso am Bau.
Baufachliche Vernetzung von kalkulatorischen Excel-Vorlagen in bauprofessor... -  Unsere Welt ist ständig in Bewegung. Auch wenn es ums Geld geht. Global und brisant sind es die Währungen infolge wechselnder Leistungskraft und Schulden von Staaten. Stabile Zustände fordern ein Gleichgewicht. Fortdauern wird kompensiert. Ein ständiger Prozess von Anpassungen. Aber wie geschieht es? Welche Gleichgewicht bildenden Variablen sind womit vernetzt?
Unsere Welt ist ständig in Bewegung. Auch wenn es ums Geld geht. Global und brisant sind es die Währungen infolge wechselnder Leistungskraft und Schulden von Staaten. Stabile Zustände fordern ein Gleichgewicht. Fortdauern wird kompensiert. Ein ständiger Prozess von Anpassungen. Aber wie geschieht es? Welche Gleichgewicht bildenden Variablen sind womit vernetzt?

Begriffs-Erläuterungen zu Lohnzusatzkosten

Sozialkosten der gewerblichen Arbeitnehmer sind der wichtigste Bestandteil innerhalb der Lohnzusatzkosten und als solche z.B. mit in den Formblättern Preise 221 und 222 (alt EFB-Preis 1a/b) nach ...
Die Soziallöhne umfassen die gesetzlich sowie tariflich bedingte Lohnzahlungen ohne adäquate Arbeitsleistung für die gewerblichen Arbeitnehmer (Arbeiter). Dabei handelt es sich im Einzelnen beispiel ...
Die gewerblichen Arbeitnehmer im Baugewerbe erhalten auf Grundlage des § 8 Abs. 4 des Bundesrahmentarifvertrages eine Urlaubsvergütung für ab 1.1.2008 entstandenen Urlaub von 14,25 % (bei Schwerbehi ...
Die Beiträge zu Berufsverbänden fallen als Aufwendungen lohnbezogen an und zählen folglich zu den lohnbezogenen Sozialkosten . Sie werden in den Lohnzusatzkosten berücksichtigt und über den Kalkulati ...

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