Baukalkulation / Angebot / Nachträge

Deckungsbeitragskalkulation

Die Deckungsbeitragskalkulation ist ein Kalkulationsverfahren, das auf dem Deckungsbeitrag (DB) als betriebswirtschaftlich wichtigem Beurteilungskriterium basiert. Ausgedrückt wird über den Deckungsbeitrag, in welchem Maße: durch die Baupreise „gedeckt“ werden.
Die kalkulatorischen Betrachtungen zum Deckungsbeitrag sowie daraus die Ableitung von Baupreisen setzen sich in der Denkweise auch in den Bauunternehmen zunehmend durch. Eine der wichtigsten mit dem Deckungsbeitrag anzustellenden Analysen ist die Erfolgsbeurteilung von Kalkulationen, Angeboten bzw. Bauaufträgen. Zu fragen ist,
  • womit bzw. mit welchem Bauauftrag wie viel Gewinn zu erzielen ist und
  • wie die einzelnen Kalkulationen verschiedener Bauvorhaben zum Gesamtergebnis im Bauunternehmen beitragen.
Vordergründig ist der Deckungsbeitrag für strategische Kalkulationen von Bedeutung.
Die Deckungsbeitragskalkulation ist mit der Soft- und Dataware „ nextbau “ der Firma f:data Weimar/Dresden als ein eigenständiges Kalkulationsverfahren durchführbar. Dabei werden in nextbau zunächst die Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) auf Grundlage der DBD-Kalkulationsansätze oder ggf. manuell ermittelt. Die darauf zu beziehenden Zuschläge für BGK, AGK sowie Gewinn und Wagnisse lassen sich unmittelbar über den Deckungsbeitrag vorbestimmen, ableiten und anpassen. Grundlagen hierfür liefern die in der Software integrierten Musterfinanzpläne für 17 verschiedene Bauleistungssparten (wie Bauunternehmen Hochbau, Tiefbau, Verkehrsbau u. a. und Baugewerke wie Zimmerei, Bauinstallation u. a.).
Anschließend liegen die Einheitspreise ermittelt vor. In nextbau ist die Lösung von Vorteil, dass bei einer Änderung zu einer Leistungsposition im Leistungsverzeichnis (LV) bzw. eines Einheitspreises (EP) alle Einheitspreise und die zugeordneten Einzelkosten neu kalkuliert werden.
Ableitend aus der Kalkulation werden Aussagen detailliert zu den einzelnen Kostenarten der Einzelkosten wie z. B. Stoffe, Lohnkosten u. a., den Zuschlagssummen auf die Einzelkosten, den Einheitspreisen und Gesamtbeträgen der einzelnen Leistungspositionen geliefert und zum Ausdruck bereit gestellt. Das gilt auch für die Bedarfsmengen wie Arbeitsstunden, Baustoffe, Gerätekosten u. a.
Weiterhin werden der Deckungsbeitrag sowie dessen Anteilssummen der BGK, AGK und W&G ausgewiesen. Ebenfalls erfolgt die Aufstellung der ergänzenden Formblätter Preise (EFB-Preis) 221 und 223 rechnerintern und Bereitstellung zum Ausdruck.
Der Deckungsbeitrag ist bei jedem Angebot unterschiedlich hoch. Das Bauvorhaben mit dem höchsten Deckungsbeitrag wird den höchsten Beitrag zur Deckung der Gemeinkosten und somit zur Erwirtschaftung von Gewinn liefern. Dies ist besonders auch strategisch für den Bieter zur Einflussnahme auf die Gewinnerzielung über seine Angebotskalkulation wichtig, besonders dann, wenn die Angebote inhaltlich und von der Bauleistungssparte (Hochbau, Tiefbau, Ingenieurbau, Verkehrsbau, Sanierung) her sehr unterschiedlich sind.
Aus dem Deckungsbeitrag lassen sich weitere wichtige Aussagen ableiten, z. B.:
  • zur Bestimmung von Preisuntergrenzen und Ableitung möglicher oder notwendiger „Kampfpreise“, um einen bestimmten Auftrag - aus unterschiedlichen Gründen heraus - möglichst zu erhalten,
  • zur Ausführung von Teilleistungen in Eigenleistung oder Vergabe an Nachunternehmer,
  • zum Auf- und Abbau von Teilkapazitäten und Auslastung leistungsbestimmender Baumaschinen und Geräte.
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