Verrechnungslohn

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Verrechnungslohn

Der Verrechnungslohn stellt praktisch den Betriebsmittellohn dar, der gewöhnlich auch als "Vollkostenstundensatz" bezeichnet wird, wenn die gesamten Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn nicht noch über andere Kostenarten verrechnet werden. Im Verrechnungslohn sind neben dem Mittellohn auch die anteiligen Gemeinkosten (BGK und AGK) sowie ein Ansatz für Wagnis und Gewinn enthalten. Im ergänzenden Formblatt Preise 221 (EFB-Preis) wird mit Bezug auf das Vergabe- und Vertragshandbuch (VHB-Bund, Ausgabe 2008 der ermittelte Verrechnungslohn in Zeile 1.6 ausgewiesen.

Ob der Verrechnungslohn die "Vollkosten" repräsentiert, richtet sich nach dem herangezogenen Kalkulationsverfahren der Zuschlagskalkulation. Werden die Gemeinkosten sowie W&G nicht nur auf die Lohnkosten verrechnet, sondern beispielsweise bei der differenzierten Zuschlagskalkulation auch auf die Stoffkosten und Gerätekosten, dann ist auch der Verrechnungslohn unterschiedlich hoch. Folglich ist der Verrechnungslohn in Zeile 1.6 im ergänzenden Formblatt Preise 221 zwischen verschiedenen Angeboten bei der Beurteilung von Angeboten nicht unmittelbar vergleichbar, wenn den Angeboten verschiedene Formen der Zuschlagskalkulation (beispielsweise einfache oder differenzierte Zuschlagskalkulation) zugrunde liegen.

Erfolgt die Preisermittlung als Endsummenkalkulation, dann ist im ergänzenden Formblatt Preise 222 (nach VHB-Bund, Ausgabe 2008) der Verrechnungslohn ebenfalls in Zeile 1.6 auszuweisen. Er lässt sich nach Einbeziehung einer auf die Lohnkosten ermittelten Restumlage in Zeile 1.5 des Formblatts aus Gemeinkosten sowie W&G bestimmen. Danach ist der ausgewiesene Verrechnungslohn als Umlagesatz ebenfalls nicht vergleichbar mit den Verrechnungslöhnen bei Anwendung von Verfahren der Zuschlagskalkulation. Er kann auch sehr unterschiedlich hoch von Bauauftrag zu Bauauftrag sein.

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Baunachrichten zu Verrechnungslohn

Lohnkosten und Stundenpreise - die Facetten der Löhne im Angebot -  Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Die Löhne sind neben den Baustoffen der Kostenfaktor am Bau. Sie steigen derzeit nicht so stark wie die Baustoffpreise. Aber sie sind sehr differenziert, facettenreich und von politischer Brisanz. Arbeitnehmer-Entsendegesetz, Mindestlöhne, Tarifrunden und der Baustreik 2007 sind ein Zeichen hierfür. Löhne sind regional und für die Berufsgruppen am Bau verschieden. Dies beginnt schon mit den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer. Diese werden als Arbeiterlöhne oder Mittellöhne kalkuliert. In der Tarifrunde-Bau 2007 wurden die Tariflöhne ab 1.6.07 um 3,1 % und weiteren 1,5 % ab 1.4.08 erhöht. Geltend bei tariflicher Bindung. Oft wird auch außertariflich entlohnt. Mehr in Richtung Mindestlohn als übertariflich. Die offiziellen Arbeiterlöhne im Baugewerbe streuen in Deutschland von ca. 9 bis 16 €/ h. Der Ausbau kann die Streubreite noch erweitern, wie folgender Vergleich von Mindestlöhnen zeigt.
Zuschlagskalkulation über Einzelkosten der Teilleistungen und Herstellkoste... -  Das „heilige Prinzip“ der Kostenrechnung ist das Verursachungsprinzip. Dies gilt auch bei der Ermittlung der Kosten für die Leistungen eines Bauauftrages. Eine Baukalkulation, sprich Bauauftragsrechnung, beruht auf den Kostenebenen im Unternehmen. Es werden Kosten verursacht durch:
Das „heilige Prinzip“ der Kostenrechnung ist das Verursachungsprinzip. Dies gilt auch bei der Ermittlung der Kosten für die Leistungen eines Bauauftrages. Eine Baukalkulation, sprich Bauauftragsrechnung, beruht auf den Kostenebenen im Unternehmen. Es werden Kosten verursacht durch:
Baufachliche Vernetzung von kalkulatorischen Excel-Vorlagen in bauprofessor... -  Unsere Welt ist ständig in Bewegung. Auch wenn es ums Geld geht. Global und brisant sind es die Währungen infolge wechselnder Leistungskraft und Schulden von Staaten. Stabile Zustände fordern ein Gleichgewicht. Fortdauern wird kompensiert. Ein ständiger Prozess von Anpassungen. Aber wie geschieht es? Welche Gleichgewicht bildenden Variablen sind womit vernetzt?
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10 Baupreis-Thesen im Brennpunkt von Bauen und Geld -  Baupreise sind mehr als nur Geldbeträge an denen sich die Gemüter der am Bau Beteiligten erhitzen. In ihnen bündeln sich viele Aspekte. Sie sind technisch-technologisch und kaufmännisch geprägt. Sie werden durch globale und lokale Politik sowie sonstige Interessen beeinflusst. Sie haben eine gesellschaftliche, psychologische und rechtliche Dimension. Mit Gefühl, Wissen und Erfahrung werden Baupreise angeboten und beurteilt. Sie sind eine Art "bauwirtschaftlicher Zollstock" für die mit den Bauleistungen verbundenen Kosten und den dazugehörigen Gewinn oder Verlust. Den Blickwinkel für Baupreise möchte ich für konkrete Diskussionen öffnen und dafür allgemein folgende 10 Thesen formulieren:
Baupreise sind mehr als nur Geldbeträge an denen sich die Gemüter der am Bau Beteiligten erhitzen. In ihnen bündeln sich viele Aspekte. Sie sind technisch-technologisch und kaufmännisch geprägt. Sie werden durch globale und lokale Politik sowie sonstige Interessen beeinflusst. Sie haben eine gesellschaftliche, psychologische und rechtliche Dimension. Mit Gefühl, Wissen und Erfahrung werden Baupreise angeboten und beurteilt. Sie sind eine Art "bauwirtschaftlicher Zollstock" für die mit den Bauleistungen verbundenen Kosten und den dazugehörigen Gewinn oder Verlust. Den Blickwinkel für Baupreise möchte ich für konkrete Diskussionen öffnen und dafür allgemein folgende 10 Thesen formulieren:
Bautarife und Arbeitskosten sowie deren Vergütung in Preisen -  Ab 1.Mai 2013 gilt ein neuer Tarifabschluss. Im Osten steigen die Tariflöhne um 4 % und im Westen um 3,2 %. Und der Mindestlohn (Lohngruppe 1) beträgt ab 1.1.2017 bundesgleich 11,30 €/h. Momentan gelten für die LG 1 in Ost 10,25 €/h und 11,05 €/h in West. Diese Kluft wird verschwinden. Geordnete Wettbewerbsverhältnisse auf den deutschen Baustellen sind in Sicht. Eine gemeinsame Lohnuntergrenze fördert den fairen Wettbewerb am Bau. Unter dem Vorbehalt, dass der Mindestlohn für alle gilt und nicht nur auf dem Papier steht.
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Begriffs-Erläuterungen zu Verrechnungslohn

Der Angebotslohn, synonym auch als Verrechnungslohn bezeichnet, umfasst den Mittellohn A(P)SL sowie die zugerechnete Restumlage aus Gemeinkosten sowie Wagnis und Gewinn speziell bei der Endsummenkal ...
Kleinere Bauunternehmen, besonders im Baunebengewerbe , sowie Bauhandwerksbetriebe wünschen meistens ein Kalkulationsverfahren , das eine schnelle und einfache Angebotskalkulation sowie auch die Nach ...
Die einfache Zuschlagskalkulation ist ein Kalkulationsverfahren mit vorberechneten bzw. vorbestimmten Zuschlägen und geht von einer differenzierten Ermittlung der Einzelkosten der Teilleistungen (EKT ...
Der Vollkostenstundensatz stellt praktisch den Betriebsmittellohn dar, wenn die gesamten Gemeinkosten ( Baustellengemeinkosten (BGK) Allgemeine Geschäftskosten (AGK) ) sowie Wagnis und Gewinn (W&G) a ...

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